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Salone del Mobile Mailand 2017

Insgesamt konnten wir dieses Jahr sehr positive Messeeindrücke von Mailand mit nach Hause nehmen, frei nach
dem Motto: ‚Je unsicherer die Zeiten, desto heiterer das Design‘.

Diese Wahrnehmung verstärkten zusätzlich noch die neuen Rekorde was die Besucherzahlen anbetrifft (über
300.000, alleine auf dem Messegelände!) und das durchweg gute Wetter. Bei genauerem Hinsehen hat sich aber
seit ein paar Jahren nicht viel verändert: Immer raffinierter werden ‚altbekannte‘ Materialien verfeinert und aufwendig
verarbeitet (z.B. Oberflächen bei Holz, Buntmetallen oder Naturstein). Grafische Muster in Trendfarben beherrschen
die Neuentwicklungen bei Textilien, Lacken von Möbel-, Küchen- und Badfronten, wenn sie nicht extrem minimalis-
tisch gestaltet sind. Man könnte von einer ‚Konfrontation‘ des Minimalismus gegen den Maximalismus im aktuellen
Möbeldesign sprechen. Daher jetzt auch wieder die Renaissance der Memphisbewegung und seiner buntlauten Farbwelten.

Der Mailänder selbst schwelgt hingegen lieber in seiner Vergangenheit und entdeckt seine Midcenturyhelden wie Anna
Castelli Ferrieri, Gino Sarfatti und Gio Ponti wieder. Dies geschieht entweder durch Reeditionen bei Firmen wie Flos, Cassina
oder Kartell, oder er kauft sich halt ein Original in dem Depot der Designavantgardehändler von Nilufar (Via Lancetti 34,
gegenüber der alten Hauptzollverwaltung, unbedingt beim nächsten Mailandtrip besuchen!), wo auf über 4000 qm, Originale
aus dieser Zeit zu horrenden Preisen gehandelt werden.
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